Der Zeit die Zeit lassen

Der Beruf des Weinbauern hat die Jahrtausende überdauert. Der Weinbauer hat im Lauf der Zeit gelernt, auf die Erde zu hören, die Elemente zu bändigen, sein Werkzeug anzupassen, sein Erfahrungen zu nutzen.

Dann hat sich die Zeit beschleunigt. Der Weinbauer lernte, den Bedürfnissen der Pflanzen zuvorzukommen, ihre Krankheiten zu bekämpfen, naturgegebene Vorgänge zu beschleunigen. Er modernisierte sein Werkzeug, ersetzte die natürliche Hefe durch Zuchthefe.

Dank immer spezialisierterer Ausbildung und Fachkenntnis ist wohl manch einer versucht, an dem, was die Natur uns gibt, herumzukorrigieren.

Der Wein ist und bleibt jedoch ein Naturprodukt, das im Rebberg entsteht. Aufgabe des Weinbauern ist es, das optimale Gleichgewicht zwischen dem Pflanzenwachstum, der Rebe, und deren Frucht, der Traube, zu finden: Dies ist die Basis eines guten Weines.

 

Jede Traubensorte am für sie geeignetsten Ort anpflanzen, die Mikroorganismen und damit das Leben in den Böden erhalten, Blätter und Trauben so ideal wie möglich den Sonnenstrahlen aussetzen, die Reben sanft und umweltschonend vor Krankheiten schützen...

Dies sind nur ein Teil unserer Aufgaben, welchen wir zu jeder Jahreszeit nachkommen, um schliesslich einen Wein zu keltern, welchem man die Zeit lässt, ein guter Wein zu werden, ohne gross in seine Entwicklung einzugreifen.

In unseren Fässern reifen authentische Weine. Sie sind vom Terroir, vom Jahrgang und von ihrer Sorteneigenheit geprägt und haben einen echten, starken Charakter.